Ein Überblick

Die einzelnen Bereiche der Propstei

Die schmucke Klosteranlage am Sonnenhang des Grossen Walsertals entstand in verschiedenen Bauetappen von der Romanik bis in die Gegenwart. Die verschiedenen Zeit- und Stilepochen sind da und dort noch sichtbar. Während tausend Jahren hindurch wurde die Klosteranlage in regelmässigen Abständen saniert, erweitert und modernisiert. Heute präsentiert sich die Propstei als harmonisches Ganzes in frühbarocker Fassade.

Dass in Bezug auf die Propstei St. Gerold gelegentlich auch von «Kloster» die Rede ist, hat mit den örtlichen Verhältnissen einen Zusammenhang. Im Grossen Walsertal wurde und wird die Propstei von den Einheimischen «das Kloster» genannt, weil hier seit Jahrhunderten Mönche aus Einsiedeln leben und wirken.

Hauptgebäude   |   Propsteikirche   |   Gnadenkapelle   |   Bibliothek

St. Gerold Gedenkstätte   |   Friedhof   |   Klostergarten   |   Kunst   |   Weinkeller

Hauptgebäude

Sie treten ein. Sofort werden Sie spüren: Hier ist es anders, als Sie es erwartet haben. Es ist schwer zu sagen, was hier anders ist. Sie werden es bald merken. St. Gerold ist kein Hotel. Aber was ist es dann? Eine Herberge, ein Ort der Begegnung, ein Ort der Sinnfindung, ein kleines Kloster, ein Ort zum «leben lieben lernen»... Die leichteste und vielleicht schönste Antwort ist Ihre eigne: St. Gerold ist das, was Sie daraus machen, was Sie darüber denken, was Sie hier spüren und erfahren. Seien Sie herzlich willkommen!

Propstei Hauptgebäude
Propstei Hauptgebäude
Propsteikirche
Propsteikirche

Propsteikirche

1965/1966 wurde die 1877 in neuromanischem Stil ausgestattete Propsteikirche unter der architektonischen Leitung von Arnold Stöckli aus Wittikon-Zürich renoviert und umgestaltet.

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ging eine Aufbruchstimmung in der Kirche einher, die auch den jungen Pater Nathanael ergriff und die Neugestaltung der Propsteikirche prägte: Ein schlichter, auf das Wesentliche konzentrierter Sakralraum sollte entstehen. Der Bildhauer Hugo Imfeld aus Zumikon schlug Pater Nathanael vor, die schlichte Kassettendecke aus dem 16. Jh. zu belassen, ansonsten jedoch alles Bestehende zu entfernen.

Die Kirchenpatrone
Ursprünglich war die Propsteikirche der heiligen Maria Magdalena, der Büsserin, geweiht. Auf dieses Patrozinium geht das Wappen der Propstei – der Basilisk – zurück. 1359 wird erstmals der hl. Gerold als Kirchenpatron erwähnt.

Gnadenkapelle

Der schlichte romanisch-gotische Andachtsraum mit einer Kopie des Einsiedler Gnadenbildes wird von Pilgern und Gästen der Propstei gerne aufgesucht zum Verweilen in der Stille, zum Beten und Singen.

An den Werktagen feiern wir hier die Eucharistie (8 Uhr). Gerne wird die Kapelle auch für Tauffeiern verwendet.

Die östlich der Propstei gelegene Kapelle wurde vor 1300 erbaut. Gemäss bauhistorischer Untersuchung stammt der Kern aus dem 11. Jh. Das von Pater Joachim Salzgeber in den 1950er Jahren wieder entdeckte, zugemauerte kleine Rundbogenfenster an der Südwand ist ein Zeuge dieser romanischen Bauepoche. 

Gnadenkapelle
Gnadenkapelle

Bibliothek

Bücher gehören zum Kloster wie Waffen zu einem Zeughaus. Sie sind Ausdruck dafür, dass Klöster immer auch Zentren umfassender Bildung und Glaubensvertiefung sind. Die Bibliothek im ersten Stock der Propstei entstand 1594 unter Abt em. Adam Heer. Mit dem aufkommenden Buchdruck mehrte sich vor allem ab dem 16. Jh. auch die Anzahl Folianten, so dass die «Armarien», die Bücherschränke des Mittelalters, bald zu klein wurden für den wachsenden Bücherbestand. Die historische Bibliothek ist mit einer schlichten Kassettendecke und mit Bildnissen berühmter Gelehrter des Benediktinerordens kunstvoll ausgeschmückt. Sie umfasst einen im Laufe der Jahrhunderte gewachsenen Buchbestand von rund 4000 Werken.

St. Gerold Gedenkstätte

Im ehemaligen Chorraum der Kirche hat man im Rahmen der Kirchensanierung 1965/1966 eine Gedenkstätte für den hl. Gerold eingerichtet. Hier erzählen zehn grosse Bildtafeln von Bruder Fridolin Dumeisen aus dem Kloster Mariastein (CH) aus dem Jahre 1684 das Leben des hl. Gerold.

Beim Grab des hl. Gerold in der schlichten Krypta feiern wir um den 19. April jeweils mit den Schulkindern den Gedenktag des hl. Gerold. Immer wieder versammeln sich auch Gäste zur Stille und Betrachtung an dieser besonderen Stätte.

Friedhof

Der Friedhof ist ein Ort des Lebens, im Osten angelegt, weil dort die Sonne aufgeht, das Symbol für den auferstandenen Christus. Er ist von grünem Rasen umgeben, der Farbe der Hoffnung, mit einer Lichtsäule beim Eingang, die wiederum auf Christus hinweist, das Licht der Welt.

1965 wurden die zum Teil aufwändigen Grabsteine und verwahrlosten Familiendenkmäler weggeräumt und der Friedhof zu einem ernsthaften Zeichen umgestaltet, das darauf hinweist, dass im Tod alle Menschen Geschwister sind.

Der Klostergarten

Der Garten ist traditionell ein fester Bestandteil jedes Klosters. Ursprünglich diente er zur Selbstversorgung, zugleich ist er ein Ort der «vita contemplativa» (des Gebets) und der «vita activa» (der Arbeit).

In seiner Form – eingefriedet, mit zwei sich kreuzenden Wegen und einem Brunnen in der Mitte – ist der Klostergarten auch Gleichnis für das Innenleben des Menschen. Das Kreuz steht für die Verbindung von Himmel und Erde, der Brunnen für die «Quelle des lebendigen Wassers», die in der Mitte des biblischen «Gartens Eden» entspringt.

Kunst in der Propstei

Wir fühlen uns privilegiert, dass zahlreiche Künstler die Propstei im Laufe ihrer älteren und neueren Geschichte – drinnen wie draussen – mit ihrer Kunst bereichert haben. Die Schönheit ihrer vielfältigen Werke erinnern die Besucher der Propstei an das «Dahinter», das unserem Leben erst seinen tiefsten Sinn und Halt gibt.

So trifft man in der Propstei auf Schritt und Tritt auf klassische wie zeitgenössische Malerei, auf moderne Skulpturen und Wandfresken, auf Heiligenfiguren und Reliefs aus jahrhundertealtem Holz wie in neuer Bronze.

Der Weinkeller

Die Propstei St. Gerold gehört zum Benediktinerkloster Einsiedeln in der Schweiz, das auf eine lange Tradition in der Weinkultivierung zurückschauen kann. Für die in Einsiedeln gekelterten Weine, die wir unseren Gästen in St. Gerold anbieten, wachsen die Trauben im klostereigenen Rebgut Leutschen am Zürichsee.

Gleich hier finden Sie unsere aktuellen Weinkarten. Kommen Sie vorbei und genießen Sie ein Glas Wein an einem besonderen Kraftort. Viele unserer Weine können Sie auch zu Hause genießen.

Weinkarte

Weinkarte mit Mitnahmepreis

Gnadenkapelle
Gnadenkapelle
Propstei Schmiede Winter
Propstei Schmiede Winter
Propstei Morgenstimmung
Propstei Morgenstimmung
Propsteianlage Vogelperspektive
Propsteianlage Vogelperspektive